Maldonkopf Imster Klettersteig

Klettersteig
Tagestour
Außerfern
Lechtaler Alpen
Österreich
sehr schwer
Beste Zeit: 06-10

 

Maldonkopf
Imster Klettersteig
2632 m

Eine
Tour von
Helmut Aschauer
Steckbrief
Hinsichtlich der Route ist der Imster Klettersteig auf den Maldonkopf kaum zu verbessern: Das Seil zieht sich fast durchwegs über Kanten, Rippen und Grate und vermeidet Rinnen und Schluchten. Die Steinschlaggefahr ist auf ein Mindestmaß herabgesetzt.

Anforderungen
Der Steig hat eine betont sportliche Note und ist für versierte Könner ein reines Vergnügen; für Anfänger und Ängstliche ist er nicht zu empfehlen. Bergstation Sessellift – Muttekopfhütte 1/2 bis 3/4 Stunde. Parkplatz unter der Obermarkter Alm – Muttekopfhütte 1 1/4 Stunden. Muttekopfhütte – Einstieg 1/2 Stunde. Einstieg – Gipfel 2 Stunden. Abstieg 1 Stunde.

Ausgangspunkt
Hochimst – Sesselbahn zum Drischlhaus oder der Fahrweg zur Latschenalm (Straße zum Hahntennjoch)

Beschreibung
Aufstieg:
on der Muttekopfhütte nordwärts zum grasigen Guggersattele; Wegweiser und Markierung leiten zum Einstieg in 2200 Meter Höhe. Das Stahlseil führt in kompromissloser gerader Linie über eine kantenartig ausgeprägte Rippe zunächst auf einen kurzen Zwischengrat. Dann schwieriger und exponierter zum „Wandbuch“. Über plattige Verschneidungen und wechselnde Szenerien mit abenteuerlichen Ausblicken zum Wilden Grat. (Vor einer Steilwand deutliche Markierung zum Notabstieg, der durch Steilrinnen zum Normalweg führt.) Das Seil zieht nun über luftige Zacken und Türmchen. Kurz vor dem Gipfel wird eine etwa 10 Meter hohe, fast senkrechte glatte Wandstufe mit vier montierten Klammern überwunden. Einige kurze, recht anregende Felspassagen führen zum Gipfelkreuz.

Abstieg:
Ein wesentlich dünneres Seil zieht zunächst ostwärts an einigen niederen Gratzacken vorbei und leitet dann hinab in das anfangs sehr steile, schottrige Engelskar, durch das bald ohne Sicherung abgestiegen werden muß. Ein kurzes Seilstück hilft nochmals über ein steiles Kaminchen hinab, dann folgen längere Schotterrinnen. Der restliche Abstieg zieht über sehr steile grasige Hänge in weitem Bogen um den südlichen Felsfuß herum. Man erreicht den Zustiegsweg nahe der Wegverzweigung zum Scharnitzsattel.

Der Maldonkopf ist eine sehr schöne Tour, die ich selber jedes Jahr mindestens einmal unternehme. Der Charakter ist fast schon als „mystisch“ zu bezeichnen. Ein echter Geheimtipp – man trifft dort selten Leute.

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